Von Melancholie & Wirrwarr-Wollfäden

01. Dezember 2015

Als ich in den letzten Tage nachmittags und abends nach getaner „Schreibarbeit“ ins Kaminzimmer kam, herrschte dort schon etwas melanchonische Stimmung, weil die Schreibwerkstatt schon in sechs Tagen in Urlaub geht. Nun müssen wir uns leider langsam ‚abnabeln‘ und neu orientieren, war doch die Schreibwerkstatt für viele von uns (Usern) die gemütlichste Stätte, um zu schreiben und uns auszutauschen! Aber die etwas trübe Stimmung überwiegt zum Glück nicht, denn heute war der letzte Tag des alljährlichen NaNoWriMo und alle lassen sich jetzt in den letzten Tagen nochmal richtig über ihre Erfolge und Misserfolge aus, sodass nicht viel Zeit zum Trübsalblasen bleibt.
Ich habe gestern die vermeintlich letzten Stunden genutzt (ich dachte es ist schon am 1. Dezember soweit, dabei haben noch eine Frist bis zum 6. Dezember) und meinen Adventsrückblick abgegeben. Als Hausarbeit und mangelnden Ersatz dafür, dass ich den Unterricht über den ganzen Monat nicht mal geschafft habe anzufangen. Leider wurde er noch nicht von den Professoren eingesehen, oder zumindest haben sie sich nicht dazu geäußert. Macht nichts, so kann ich noch meine Ziele hinzufügen, die ich mir heute gesteckt habe. In der Hoffnung dadurch endlich mal den Arsch hochzubekommen was zu schaffen.
Während der abendlichen Gespräche gestern fand ich auch endlich heraus, was es heißt, wenn die Charaktere ein beginnen ein „Eigenleben“ zu führen. Bisher hatte ich das nie verstanden. Jetzt weiß ich, dass das nichts anderes heißt, als dass man zwar etwas bestimmtes plant, es jedoch dann bei Schreiben wie von selbst anders kommt. Wenn man nicht schreibt was man fest geplant hatte, sondern was einen in dem Moment durch den Kopf geht, aus dem Bauch heraus schreibt.
Daraufhin hab ich mich gestern Nacht noch hingesetzt und habe Ordner und Charakterblätter erstellt, von den bisher geplanten Charakteren, die ich alle ins Herz geschlossen habe und möglichst alle in meinem Projekt versuchen möchte unterzubringen. Diese habe ich dann auch zusätzlich noch mit Bildern versehen, um meine Kreativität auch für das Schreiben der Charakterbögen in Schwung zu bringen.

Blogbild-Charaktere
aus Charakterordner „Wesen“

***

Heute saßen Darielle und ich wieder zusammen. Mit ihr verstehe ich mich inzwischen ganz gut und es macht viel Spaß mich mit zu treffen und auszutauschen, weil wir einige Gemeinsamkeiten haben. Zum Thema „Wenn Charaktere ein Eigenleben entwickeln“ erzählte sie irgendwas mit Zielen und ordentlich aufgerollten Wirrwarr-Wollfäden, was ich aber nicht ganz verstanden habe.
Nur zwei Dinge weiß ich: Dass ich es gar nicht schlecht ist, beim Schreiben ein Ziel vor Augen zu haben, auf das man hinarbeiten kann. Auch ich habe meistens ein Ziel vor Augen (oder nehme mir von eins zu finden …) und nach diesem Gespräch habe ich sogleich angefangen mir gut erreichbare Nahziele zu stecken.
Und zwar möchte ich ab Januar gerne Rauhnachtsschreiben, jeden Monat eine Nacht und damit die Charakterentwicklung beschreiben. Davor muss ich allerdings noch ein bisschen Recherche betreiben (was mir die letzten Tage wieder irrsinnig viel Spaß macht) und die Charakterbögen füllen. Da hab ich mir Januar ein hohes Ziel gesetzt. Mal sehen, ob ich so endlich schaffe!

Vor ein paar Stunden habe daher ich beschlossen mein Projekt charakterorientiert zu schreiben, also die Handlung um die Charaktere herum zu weben und nicht erst die Handlung und dann Charaktere dazu zu entwickeln. Warum? Ganz einfach, weil ich zu vielen der Charaktere bereits eine Geschichte weiß (und notiert habe) und es daher so einfacher ist.
 Außerdem weiß ich, dass meine Wirrwarr-Wollfäden sowie alle meine Bücher u.ä. schön aufgerollt und mehr oder weniger sortiert in meinen Regalen liegen bzw. stehen – außer die Schuhe und ein paar CD’s in der CD-Mappe, die sind einfach hineingeworfen … Und die Taschen etc. …

Und dass sich mir meine Buddie-Wölfchen Shug und Heav heute, am letzten NaNo-Tag, endlich gezeigt haben. Bisher haben sie sich sehr versteckt gehalten in den Schubladen meines Bettes und haben leise ihre Wörter gefressen.
Heute sind sie dann zu mir hoch auf Bett geklettert, sodass ich endlich sehen konnte, wie wunderschön sie sind, und haben mal angefangen mir über sich zu erzählen. Leider hab ich nicht sofort mitgeschrieben, ich Dödel und jetzt weiß ich nicht mehr genau, was sie erzählt haben, nachdem ich vorhin irgendwie … mich ist so schwindlig geworden, als würde es mich gleich umhauen, keine Ahnung was los war.
Daher hoffe ich, dass sie mir verzeihen und sich noch einmal für ein Gespräch mit mir bereit erklären.
Auch wollten sie gerne eine Rolle als magische Begleittiere, die ich gestern ins Cast meines Projekts gefügt habe. Ich hab zugesagt. Mal sehen, wie sich das Ganze jetzt entwickelt, ich bin sehr gespannt auf das, was Shug und Heav von sich erzählen werden und wie sie sich in ihre Rolle einleben werden!

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