Bunny: 01. Caring

01. Caring – »Zu jung, um so traurig zu sein«

Meine Fanfiction zur Band Cinema Bizarre steht in den Startlöchern aber leider kann ich sie nicht anfangen, weil mir noch wichtige Informationen zum ehemaligen Bandmitglied Romeo Nightingale fehlen.
Trotzdem kommen beim Lesen der ein oder anderen Fanfiction manchmal kleine, schlanke Bunnies auf mich zu, die mir etwas zu Kiro, Strify oder auch Romeo erzählen aber ich kann es nicht niederschreiben, weil mir eben zum Anfangen noch Recherche-Informationen fehlen … Ärgerlich.
Aber genau zu hab ich ja diese Collection hier gestartet, damit ich den Bunnies und vorallem meiner Schreiblust – die seit Monaten nicht nachlässt, sich eher immer weiter steigert! – nachgeben und das Erzählte der Bunnies niederschreiben kann. So verschaffe ich meiner Schreiblust und den Bunnies Ruhe und Zufriedenheit!

Das erste Bunny hat mich angehüpft, als ich in den Projekten nach Inspiration gestöbert habe und dabei den Writing Prompt #199 aufgeschnappt habe, der da heißt:

»We´re too young to be this sad. – Wir sind zu jung, um so traurig zu sein!«

Das Bunny nennt sich »caring – führsorglich« und erzählt von Kiro, der in der ersten Zeit des WG-Lebens noch immer Vergangenem nachhängt aber dabei immer wieder Trost gespendet bekommt und so Halt findet.

Fandom: Musik – Cinema Bizarre
Rating: P12 Slash – Da gleichgeschlechtliche Beziehungen bzw. die Andeutung von Gefühlen zu Gleichgeschlechtlichen vorkommen.
Genre: Schmerz & Trost
Subgenre: Freundschaft
Handelnde/Vorkommende Charaktere: Kiro & Luminor
Perspektivträger: Kiro
Musik, die ich beim Schreiben gehört habe: Breaking Benjamin – What lies beneath

»Wo ist Kiro?«
Verblüfft wandte Kiro den Blick von den schneebedeckten Straßen vor dem Fenster ab, als er die bekannte Stimme hörte.
Er schien immer dann zu kommen, wenn man in düsteren Erinnerungen zu versinken drohte.
»Hm…In seinem Zimmer. Er scheint heute wieder bedrückt zu sein. Bei dem Wetter aber auch kein Wunder.« Das war Strify. »Ich hab vorhin mal leise bei ihm geklopft, aber er wollte nicht aufmachen.«
Stille folgte. Er konnte sich die besorgten Gesichter förmlich vorstellen. Strify, wie er dem Älteren nachblickte, der jetzt sicher auf dem Weg zu ihm war. Und Yu, der traurig zwischen beiden hin und her blickte, so als wüsste er genau, was in ihm vorging.
Sie konnten beide nicht begreifen, warum er nicht mit ihnen redete, wenn ihn die Vergangenheit einholte, die in seinen Augen eigentlich noch jung war, um ›Vergangenheit‹ genannt zu werden. Obwohl sie alle irgendwie doch im selben Boot saßen, was ihre Geschichte betraf, würden sie ihn jedoch nie so sehr verstehen können, wie der Älteste unter ihnen es tat, davon war er überzeugt.
Schritte waren zu hören, die auf der anderen Seite der Tür verklangen. Von den anderen beiden war nur noch Gemurmel zu hören. Die Tür öffnete sich leise und Luminors Kopf erschien im Spalt dazwischen.
Inzwischen war er regelmäßig hier, doch keiner störte sich daran. Im Gegenteil: Er war ein immer willkommener Gast in der Dreier-WG, auch wenn sie sich noch nicht lange kannten. Es war, als würden sie es doch schon ewig, so ähnlich waren ihre Geschichten und so nahe standen sie sich nach den wenigen Monaten bereits.
Luminor trat ein und schloss die Tür hinter sich. Sicher würden die anderen jetzt denken, sie würden sie von etwas ausschließen aber das war ihm im Moment egal. Er war froh, dass Luminor hier war. Mit ihm konnte er am besten reden, obwohl er ihn erst seit einen Monat kannte. Sie hatten, ohne das Wissen der Anderen, nach ihrem ersten Kontakt im Forum, sehr viel miteinander geschrieben und sich auch über Privates ausgetauscht. Sie hatten sich sofort miteinander verbunden gefühlt. Ob es daran lag, dass sie einfach Ähnliches erlebt hatten oder an was anderem, konnte er nicht sagen. Das Einzige, das er wusste, war, dass es sich gut anfühlte, besser als jemals etwas zuvor. Es tat ihm gut, sich mit Luminor über all das, was in seinen Gedanken kreiste, austauschen zu können, denn das konnte er davor mit niemandem, und das war für ihn im Moment alles was zählte.
Der Große kam an das Bett und setzte sich neben ihn.
»Nicht dein Tag heute?«, fragte er und legte ihm einen Arm um die Schulter. Der Jüngere ließ sofort den Kopf auf seine Schulter sinken und seufzte: »Nein. Und du scheinst immer genau zu wissen, wann das so ist, weil du immer dann herkommst. Danke dafür!«
»Kiro, wir kennen uns jetzt noch nicht so lange aber ich merke es wenn es einem anderen Menschen nicht gut geht. Weil ich selbst bereits genug Schlechtes erfahren musste, in meinen erst zwanzig Jahren.«, erwiderte Luminor. »Ich spüre das irgendwie immer, wenn dich was bedrückt und dann.. komme ich her. Ich wohne ja nicht weit von euch.«
»Zum Glück!«, entgegnete Kiro und schmiegte sich kurz an ihn. Doch Luminor löste sich von ihm und schaute ihm ihn die Augen. Die Grün-Blauen erwiderten den durchdringenden Blick, ehe sich ihr Blick auf die Hand ihres Gegenübers senkten, die sich sachte auf Kiros Schenkel legte.
»Na los, erzähl! Was bedrückt dich, außer dem miesen Wetter da draußen?« Luminor warf einen Blick zum Fenster hinüber und stützte sich kurz ab, um hinüber zu greifen und die Vorhänge zu schließen. Dabei stieß Kiro einen kurzen Schmerzenslaut aus und rieb sich den Oberschenkel.
»Entschuldigung, Kleiner!«, sagte Luminor und grinste kurz. Doch Kiros Miene war ausdruckslos.
Als er sich wieder niederließ, diesmal mittiger, rutschte Kiro zwischen seine Beine und lehnte sich mit dem Rücken an ihn. Luminor ließ es geschehen, lehnte sich gegen die Wand hinter ihm und legte die Arme um den Bauch des kleineren Blondschopfes.
Dieser seufzte erneut und holte tief Luft.
»Ich hatte jetzt seit Weihnachten keinen Kontakt mehr zu meiner Familie.«, erzählte dieser schließlich. »Und zu meinem Achtzehnten kam nur eine Karte, in der stand: ›Alles Gute, jetzt bist du endlich 18 und kannst offiziell tun und lassen, was du willst, ohne dass dir jemand reinreden kann! Bestimmt feierst du mit deinen neuen Freunden, da wollen wir nicht stören und wünschen dir viel Spaß!‹«
Luminor legte seinen Kopf auf Kiros ab und schwieg einen Moment, er dachte über das Gehörte nach. »Ich verstehe, was du meinst. Es hört sich nicht ernst gemeint an.« Er strich Kiro über die Arme und drückte ihn. »Das tut mir Leid, mein Kleiner! Ich weiß, wie du dich fühlst. Ich weiß, wie es sich anfühlt, allein zu sein und es so aussieht als hätte man alles verloren. Ich weiß, wie es ist, wenn sich scheinbar alle gegen einen wenden, selbst die Familie. Doch ich verrate dir was; dem ist nicht so, ganz und gar nicht, Kiro. Du bist weder allein, noch hast du alles verloren. Du hast mich und die anderen, wir stehen dir alle bei. Auch wir haben schwere Zeiten hinter uns. Jeder von uns. Wir wissen alle, wie das ist…«
»Aber Strify und Yu verstehen mich nicht, nicht so sehr, wie du, Luminor.«, unterbrach Kiro ihn leise.
»Das macht doch nichts. Es ist nicht wichtig, wie viele einen verstehen, sondern dass es überhaupt jemanden in unserem Leben gibt, der es kann und der es tut, der er es besser kann, als alle andere zusammen. Außerdem macht es frei, alleine zu sein. So ist man ungebunden von den Erwartungen und Meinungen der anderen. So kann man ausleben wer man ist. Aber das werde ich dir, und den Anderen, noch genauer zeigen.«
Als Kiro nur »Hm…« machte, schob ihn Luminor vor sich her, auf den Bettrand zu.
»Hey, was…«, protestierte dieser. Doch der Größere achtete nicht darauf, sondern zog die Vorhänge wieder auf und stand auf. Danach nahm er Kiros Hand und zog ihn vom Bett hoch, sodass dieser fast umfiel. Unwillkürlich musste er lachen. »Was soll das?«
»Man sollte nicht zu lange trüben Gedanken nachhängen, sonst wird man depressiv. Glaub mir, darin hab ich Erfahrung …Ich bin zwei Jahre älter als du. Und jetzt komm, wir gehen zu den Anderen!«
Kiro ging auf den Schwarzhaarigen zu und umarmte ihn. Dieser schloss ebenfalls die Arme um den Blonden und einen Moment verharrten sie so. Bis sich schließlich Kiro von ihm löste und die Tür öffnete.
»Weißt du, du hast Recht. Du bist nur zwei Jahre älter als ich. Wir sind beide noch viel zu jung, um so traurig zu sein, und die Anderen auch! Danke, dass du mir das vor Augen geführt hast!«
»Kein Problem, Kiro! Und ich weiß, dass ich dir das nicht zum letzten Mal vor Augen geführt habe. Genausowenig wird es das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier gewesen sein werde, weil du mich gebraucht hast.« Damit schob er ihn lächelnd aus der Tür hinaus, in den Flur und zu den anderen in die Küche.

Infomationen zu diesem Bunny:
Caring ist ein kleines, zierliches Plotbunnie-Weibchen, das allen menschlichen Charaktern sehr führsorglich zugetan ist.
Sie kann es nicht mitansehen, wenn jemand traurig ist und trüben Gedanken nachhängt.
Ihr zart-grünes Fell zeugt von ihrer Friedlebigkeit und ihrem Harmoniebedürfnis.
Sie hat ein Gespür für baldige Linderung von seelischen Schmerzen und ist dann zugegen, wenn Trost gespendet wird.
Das macht sie glücklich und sie geht dann immer sofort auf die Suche nach jemandem, der genau soetwas in seinen Geschichten braucht.

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9 Kommentare zu „Bunny: 01. Caring

  1. Hey, obwohl ich kein Freund von boyXboy Storys bin (damals habe ich aus Nettigkeit immer wieder welche von Freundinnen gelesen. Oft das Thema Yugioh mit Kaiba und Joey)fand ich den Ausschnitt ganz akzeptabel. Einige Wortwiederholungen waren dabei, aber das kann man ja in der Korrekturphase noch ändern. 😃

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    1. Hey, danke, das freut!
      Jaa.. Die bösen Wortwiederholungen sind mir Beim Schreiben schon aufgefallen! Aber ich hab eh schon versucht Synonyme zu verwenden… Wenn du die nennst, die dir auffallen, kann ich sie vielleicht heut abend schon ausmerzen..

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      1. Naja bzgl „ihre Geschichten“ fand ich bissl störend. Vllt. soetwas nehmen wie „ihre Vergangenheit“ oder „Schicksalsschläge“ nehmen.
        Wäre ich nun daheim, könnte ich mich da noch mehr reinsetzen und ggf. korrigieren.

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