Autorenwahnsinn #2: Charakterbögen

Passend zu meiner Autorenarbeit (ein Hashtag aus der Twitter-Welt, der mir sehr gefällt!) heute, lautet die Frage Nummer zwei aus dem Autorewahnsinn:

Benutzt du Charakterbögen, um deine Charaktere zu entwickeln?

Meine Antwort hierzu ist ganz klar: Ja!

Aber ich entwickle meine Charaktere nicht schon vor dem Schreibbeginn von der Geburt bis zum Tod durch, sondern lasse sie sich mit der Geschichte entwickeln. Das heißt für den Anfang trage ich nur das ein, was ich für den Beginn der Geschichte als wichtig sehe – und was mir noch zum jeweiligen Charakter einfällt – und den Rest ergänze ich während des Schreibens.
Dazu habe ich mir im Laufe des letzten Jahres eine tolle Vorlage erstellt (schön bunt – Ich liebe es bunt!), in der ich sowohl Punkte den momentanen Alltag, das Milieu und bspw. die Vergangenheit in Textform als auch Punkte wie Merkmale, Hobbies, Stärken und Schwächen in Stichpunken eintrage.

Gestern habe ich angefangen meine zuerst zusammengeschusterten Bögen für Bizarre Connections in diese Vorlage zu übertragen, die das Ganze schon übersichtlicher erscheinen lässt, wie ich festgestellt habe.
Beispiel Kiro

Hier ist der Vorteil von Fanfictions wieder, dass man einfach (bzw. in stundenlangen Recherchen) schon ein paar Daten hat (oder auch mehr, jenachdem wie ausführlich die Recherchen ausfallen), die man nur einzutragen und beim Schreiben berücksichtigen muss.
Bei freien Arbeiten ist das Ganze schon etwas mühsamer, weil man eben keine schon „vorgefertigten“ Details ect. hat …


Der Fanfiction-Vorteil dabei kam mir heute wieder sehr zugute;
Und zwar für eine Crossover-Idee, die mich gestern Nacht aus heiterem Himmel angesprungen hat und die kein Potbunny werden will, sondern eine ganze Fiction!

Weil es sich hierbei um ein Fandom handelt, mit dem ich mich früher schon beschäftgt habe – und weil mir dazu auf Anhieb sofort alles klarer von Anfang bis Ende vor Augen stand – habe ich mir sie heute gleich angenommen!
Nachdem ich sie im in der Nacht nur kurz in mein Handy notiert hatte, hab ich sie heute am späten Nachmittag ausgebaut. Jedoch diesmal ohne Plot und Drum und Drann, weil ich diese Fanfiction mal wieder völlig frei runterschreiben möchte. Nur eben zu den Charakteren und den Parteien habe ich mir das Nötigste notiert, und das auch nicht in meinem Charakterbogen sondern lediglich in einer Tabelle, mit den wichtigsten Infos zu den Haupt- und Nebencharakteren.

DWK-FF

Und  jetzt folgt ein Outing meinerseits:
Bei dem Fandom für diese Fanfic. handelt es sich um Die wilden Kerle!
Seitdem ich vor x Jahren mal den dritten Teil mit meiner Family im Kino gesehen habe, hab ich an ihnen irgendwie einen Narren gefressen. Aber nicht etwa am Fußball, nein! Der interessiert mich überhaupt nicht!

Wie eigentlich überall interessiert mich daran hauptsächlich alles andere mehr als die Hauptstory; die Nebenplots, Hintergründe, Liebeleien, Alltagsgeschichten.

Meine ersten Schreibanfänge vor vier oder fünf Jahren waren Fanfictions zu genau diesem Fandom. Über diese bin ich gestern Nacht auf meinem PC gestolpert und schon war dieser riesengroße Floh in meinem geistigen Hobbyautoren-Ohr.
Weil ich mich wie gesagt, schon länger insgeheim dafür interessiere, dachte ich, es könnte nicht schade, mir die gesammelten Informationen über die Charaktere zu … sammeln.
Aber auch die Idee dahinter, die sich In der Freiheit gefangen nennen wird, hab ich gleich ausgebaut:

Vanessa ist in einem Alter, in dem sie zusehens die Lust am Fußballspielen und so langsam auch das Interesse an ihren bisherigen Freunden verliert, deren Welt sich nur darum zu drehen scheint. Mitten im Prozess des Lossagens von ihren früheren besten Freunden, trifft sie auf Gonzo Gonzales, den blassen Vampir, der plötzlich in Grünwald auftaucht und von dem sie sofort fasziniert und gefesselt ist. Ihm geht es nicht anders, doch ist es vor allem ihr Blut, nach dem er lechzt.
Sie kommen sich näher und Vanessa verliebt sich in Gonzo. Er gibt ihr in seinem Heim das Gefühl von Freiheit und Geborgenheit. Freiheit, in der sie nicht ständig dazu gedrängt wird Fußball zu spielen und Geborgenheit, in der sie sein kann wie sie möchte und das so akzeptiert wird. Doch er möchte als Gegenleistung dafür etwas von ihr: Ihr Blut.
Anfangs scheint ihr das nichts auszumachen; ein bisschen Blutspenden dafür, das sie geliebt und akzeptiert wird, wie sie ist. Aber mit der Zeit beginnt sie sich in einer Abhängigkeit zu verlieren, die nicht nur ihre Gesundheit aufs Spiel setzt, sondern auch aufs Gemüt schlägt.
Fabi hat sich inzwischen mit den biestigen Biestern, einer Mädchenmannschaft, die zu ihm aufschaut, in den Steinbruch zurückgezogen. Nach dem Streit mit seinem ehemals besten Freund Leon – in dem es um Vanessa ging – hat er die wilden Kerlen gänzlich hinter sich gelassen. Als er mitbekommt, dass auch Vanessa sich von ihnen getrennt hat und sich jetzt in Fängen von Gonzo Gonzales befindet, flammen die alten Gefühle für sie wieder auf, und er will sie befreien.
Aber wird sie mit ihm gehen, wo er mit seinen Biestern auch fast nur Fußball spielt? Und was wird Lissi dazu sagen, die schon länger heimlich in ihren Anführer verliebt ist?

Mit zu dieser Idee beigetragen haben zwei Fanfictions, eine zu Cinema Bizarre und eine zu Die wilden Kerle, die ich kürzlich auf der Fanfiction.de-App angefangen habe zu lesen (Ich liebe die App, hab so lange drauf gewartet, und ich liebe es, die langen Schreibnächte mit dem Lesen von guten Fanfictions zu beenden! – Gleichzeitig ist das bei mir aber auch immer gefährlich, wenn ich gerade an einem oder an mehreren Projekten arbeiten, weil mich dann immer neue Ideen anspringen!).

Ich werde mich aber trotzdem weiterhin in erster Linie meine Hauptprojekte Bizarre Connections & Freaky Normal widmen, habe ich beschlossen. Diese Fanfic. soll eher eine „Nebenkreation“ werden, an der ich schreiben werde, wenn ich mal keine Muse für die anderen Beiden Projekte habe und einfach nur freischnauze schreiben möche (solche Momente gibt es bei mir durchaus).

So und jetzt  hab ich fast 1000 Wörter geschrieben! So viel Power wenn ich nur bei meinen Szenen hätte …

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6 Kommentare zu „Autorenwahnsinn #2: Charakterbögen

  1. Hey, pass nur auf, dass du dir nicht zu viel auf einmal vornimmst. Oft locken gewisse andere Bunnys einen und man will sie uuuunbedingt schnappen… dann sind sie aber weg und man steht da und ist alleine. 😭

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    1. Ich verstehe nicht auf was du hinauswills?
      Aber zum Thema zu viel vornehmen kann ich dich beruhigen. Ich hab gerade die Charakterbögen für meine Cinema-Bizarre-Fanfic. fertig übertragen. Was mich momentan hemmt daran weiterzuschreiben, ist die nervige Frage in meinem Hinterkopf, ob ich nicht doch besser mit einem anderen ehemaligen Bandmitglied einsteigen sollte…

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      1. Naja ich hatte noch eine Mini-Idee für eine 3. Sache. War toootal Feuer und Flamme…. und nun hab ich davon abgelassen. Die Idee ist toll, keine Frage. Doch ich würde mir einfach zu viel aufhalsen, daher lasse ich diese ruhen.
        Und davor hab ich bei dir Angst. Man trägt eine rosarote Brille, plant etc. und dann plötzlich fühlt man sich erschlagen.
        Und wenn du es einfach versuchst? Probier es doch mal aus. Wenn dir der neue Anfang mit dem anderen Mitglied mehr gefällt, dann mach da weiter. Wenn du aber merkst, dass es doch falsch wirkt und der bisherige Anfang besser ist, dann hast du deine Antwort. 😃

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      2. Achso.
        Naja, ich bin was das angeht gut multitaskingfähig. Heute hab ich die Cinema-Bizarre-Bögen fertig b gemacht und kann mich da jetzt in Ruhe wieder den Szenen widmen.
        Und trotzdem hab ich gleich auch das erste Kapitel der neuen Fanfiction-Idee angefangen.
        Nur bei Freaky Normal hinke ich hinterher, weil die Recherchelust von vor ein paar Tagen einem dicken Schweinehund gewichen ist. Bisher ist dieser ein einmaliger aber hartnäckiger Besucher…
        Und für den Anfang des Projekts muss ich Gemeinsamkeiten in den… „Jugendkulturen“finden (Musik oder so) aber daz muss ich die Artikel auseinander nehmen, die ich gesammelt hab. Solche Textarbeiten machen mir normal auch sehr viel Spaß, nur die letzten Tage nicht…

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      3. Ja, deshalb find ich’s gar nicht schlimm mehrere Projekte am laufen zu haben; wenn es bei dem einem stockt, geht dafür beim anderen was voran.
        Aber das mit dem Zeichen hab ich mir auch schon überlegt. Freaky Normal ist so un… So… Wenig inhaltlich ausgefüllt :/
        Besonders im Gegensatz zu den beiden Fanfictions! Im Moment hoffe ich, dass mir bei den Recherchen und beim Schreiben der DWK-Fanfic. ein paar Ideen kommen.

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